Schon bald nach der Gründung im März 1975 des Gewerbevereins Klein-Krotzenburg / Hainstadt, damals waren die beiden Gemeinden noch nicht zusammengelegt, wurde die Idee von dem damaligen Vorsitzenden und Gründer, Thorsten H. Krause und seinem Stellvertreter Horst Guckert für eine Gewerbeschau entwickelt.

Zur ersten Gewerbeschau des Vereins, konnten die Teilnehmer im damaligen Möbelhaus Teubner, heute Café Schnabel und Spielwaren Mock, Standflächen belegen. Edle Pelze, Schuhe, Bekleidung, Uhren und Schmuck waren dort u.a. ausgestellt. Auch im Außenbereich entlang der Daimlerstraße bis zur Fasaneriestraße wurden Stände aufgebaut. Viele Spezialitäten wie Schafsfelle, Lederwaren, Honig, frisch geschlachteter Fasan oder Hirsch wurden an den Ständen angeboten. Speisen- und Getränkestände oder Karusselle, so wie heute beim Hainburger Markt in einer Vielfalt geboten, waren noch nicht vorhanden. Um die Kundenfrequenz und Beliebtheit weiter zu erhöhen, wurde schon bald die Gewerbeschau nach Hainstadt, entlang der Offenbacher Landstraße verlegt. In der Feldstraße gab es einen kleinen Kinderflohmarkt. Die Gewerbeschau fand im Mai statt und so einigte sich der Vorstand auf die Bezeichnung „Maimarkt“. Die Gemeinde verteilte an die Anwohner Birkenbäumchen die vor jedem Haus geschmückt, ein buntes Bild boten. Zahlreiche Vereine nahmen nun teil und boten Speisen, Kuchen und Getränke an. Da es noch keine Partyzelte gab, konnten große 8 x 8 Meter-Zelte für die drei Markttage geliehen werden. Ein Zelt bot genügend Platz für zwei Aussteller. Der Aufbau dauerte einen halben Tag lang.

Nach der Zusammenlegung der beiden Gemeinden, wurde im Vorstand die Namensänderung zum Hainburger Markt beschlossen. Jährlich wurde die Gewerbeschau unter ein Motto gestellt. Spektakulär war der 40 Meter hohe Eifelturm aus Stahl. Oder die Tore einer Westernstadt. Unvergessen für alle damaligen Beteiligten ist bis heute, als sich an einem Sonntagmorgen ein großer mit Gas gefüllter Zeppelin von einem Gebäude selbstständig machte und Kurs auf den Frankfurter Flughafen nahm. In letzter Minute drehte sich der Wind und alles ging noch mal gut aus. Die Planung des Hainburger Marktes war damals noch unkomplizierter. Es gab keine Auflagen sowie Sicherheitsbestimmungen. Jedes Jahr fand eine Tombola statt und als erster Preis wurde ein Auto verlost. Heute würden die mehrere hundert Menschen, die sich Sonntagabends zur Verlosung des Autos auf dem Feuerwehrplatz versammelten, nicht mehr genehmigt.

Die fünf Vorsitzenden des Gewerbevereins, Thorsten H. Krause, Horst Guckert, Wolfgang Ochmann, Heinz Jäger und der heutige Vorsitzende Andreas Grosser, haben sich stets mit neuen Ideen und Konzepten positiv eingebracht und den Hainburger Markt zu einem der größten und beliebtesten Gewerbeschauen im Ostkreis entwickelt. Heute sind vor allem ständig neue Auflagen und Sicherheitskonzepte zu berücksichtigen, was viel Fachwissen und gute Zusammenarbeit erfordert.

40. Hainburger Markt 25.-27.05.2018
 Programm (pdf PDF